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Women we L.O.V

Hebamme 2.0 mit Sabine Kroh

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Hebamme 2.0 mit Sabine Kroh

Trotz aller Schwierigkeiten hierzulande: Nirgendwo ist das Hebammensystem so gut wie in Deutschland. Ließe sich diese Dienstleistung nicht auch exportieren? Sabine Kroh tut es: Sie gründete „call a midwife“...
Picture Credit: Fräulein Fotograf

...ein Portal, das individuelle Hebammen-Beratung vor, während und nach der Geburt des Kindes anbietet… – an jedem Ort, 365 Tagen im Jahr auf Deutsch, Englisch, Russisch und Türkisch. Dank Computern, Smartphone oder Tablet, Skype oder Google Hangouts werden so Frauen auf der ganzen Welt erreicht. Wir trafen Sabine Kroh, die für ihre Idee für den „25 Frauen Award“ des Onlinemagazins Edition F nominiert ist.

Was hat Sie zu dieser Idee inspiriert?

„call a midwife“ ist hier in Berlin entstanden. Die Stadt wird immer internationaler, und die hier lebenden Paare aus den unterschiedlichsten Ländern sind überrascht und begeistert über die gute Hebammenversorgung in Deutschland. Was wir für selbstverständlich halten, existiert in vielen anderen Ländern überhaupt nicht oder nur in sehr geringem Umfang. Von diesen Paaren wurde ich häufig nach Unterstützung für ihre Freunde und Familien zu Hause gefragt – so kam es zu den ersten Beratungen per Skype.

Ihr Beruf ist Berufung. Was fasziniert Sie besonders?

Ich arbeite seit 28 Jahren als Hebamme und liebe es! Spannend ist, immer wieder neue Menschen kennenzulernen, sich auf ihre Bedürfnisse einzustellen, aufmerksam zu bleiben und gut zuzuhören. Ich sehe derzeit eine große Verunsicherung bei Eltern durch Blogs und Webseiten hinsichtlich der Frage: „Bin ich eine gute Mutter, ein guter Vater?“. Ihnen zu helfen und einen so traditionellen und persönlichen Beruf der Hebamme mit den Möglichkeiten der rasant fortschreitenden Digitalisierung zu verbinden, ist ein spannender Aspekt meiner Arbeit.

Sie sind eine attraktive Frau. Welche Rolle spielt Make-up in Ihrem Leben?

Dankeschön! Ich achte auf meine Pflegeprodukte und gehe schon länger zur Kosmetikerin, um mich selbst wohlzufühlen. Aber ich brauche am Morgen nicht mehr als zehn Minuten im Bad und schlafe dafür gern mal etwas länger.

Oft ist es eine Herausforderung, Mutter zu werden und Frau zu bleiben. Geben Sie auch praktische Tipps fürs eigene Wohlbefinden?

Ich erinnere mich selbst gut an die Zeit der Schwangerschaft und danach und wie unwohl ich mich in meinem Körper mit fast 30 Kilo mehr gefühlt habe! Meinen Frauen sage ich, dass sie sich selbst Zeit geben, gern weiterhin zum Sport gehen und die Bilder in der Zeitung von Supermodels mit schwangeren Bäuchen einfach überblättern sollen. Denn die perfekte Frau habe ich in 28 Jahren Berufserfahrung noch nie gesehen.

„The Future is female“: Was verbinden Sie mit dieser Aussage?

Keinen radikalen Feminismus, sondern ich glaube, dass Frauen einfach anders agieren und kommunizieren als Männer. Diese weibliche Art des Umgangs miteinander könnte dazu beitragen, dass die Welt etwas freundlicher wird.

www.call-a-midwife.com

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